Dienstag, 16. september 2008 2 16 /09 /2008 13:55

Es lebte einmal ein Junge mit seinen Eltern auf einer schönen Burg. Sie wohnten in einem großen Schloss. Er war anscheinend glücklich. Er hieß Josef. Seine Spielzeuge lagen in den Gärten herum. Seine Weltanschauung war aber mir fremd. Der Junge sprach viel und war munter. Er hatte viele schöne Spielzeuge. In der Nacht sang er für die ganze Familie und spielte Klavier. Nicht nur während er sang, wurde er bewundert. Alle beneideten ihn sehr. Wir waren miteinander befreundet. 

Der Knabe war ein kleiner Prinz, wie ich ihn nannte. Ich hieß nämlich Ferdinand. Sein Vater, der Schlossherr, war ein berühmter Arzt in der kleinen Stadt. Da der Vater aber leider ein sehr beschäftigter Mann war, ging der Sohn meistens alleine durch den Wald spazieren. Seine Mutter hatte leider auch kaum Zeit für ihn. Auf dem Weg zum Wald traf er die schönsten Tierchen aus aller Welt, um sich mit ihnen zu unterhalten. Die Tiere waren außer mir seine besten Freunde. Der Junge las schöne Bücher über Religion, Politik und Reisen. Er war sehr klug. Er war ganz der Vater. Er freute sich sehr mit seinen Büchern voller Bildern. Er wünsche sich ,vor der 800jährigen Kirche einmal zu stehen, um sie zu bewundern. Die Bücher machten ihm Vergnügen. Obwohl viele Bücher von kirchlichen Dingen oder Kreuzzügen berichteten, befürwortete seine Familie diese Lektüre. Er verstand nicht, warum Völker sich miteinander über Religion stritten. Er konnte nicht verstehen, warum der Meister Eckhart für viele eine unangenehme Person war, da er nur von Gott sprach, während ihre Eltern über das eigene Glück klagten.

Er tat nun alles dafür, dass wir uns miteinander häufiger trafen. Die Bauerndörfer erschienen ihm viel freundlicher, als die Burgen der Reichen, die in schönen Schlössern lebten. Sein Vater, der immer verreist war, hatte ohnehin keine Zeit für ihn. So zogen die Tage vorüber. Er fragte mich verblüfft, warum die katholische Kirche Meister Eckhart für ein Häretiker hielt? Ihm gab ich keine Antwort. Trotzdem blickt er auf mich nicht arrogant herab. Er wusste, dass ich nichts davon verstand, weil ich nicht einmal Geld hatte, um mich ausreichend anzuziehen. Er könnte alle Kurhäuser Besuchen.

Ich hörte ihn einfach so, als ob ich alles verstand. 'Ob die Priester bei sich dachten, dass Meister Eckhart einen Bund mit dem Teufel geschlossen hat?' fragte er mich. Er fing an, sich selbst schwierige Fragen zu stellen. Er hat enorme Lust verspürt, genau wie sein Vater zu sein. Draußen war aber ihm alles fremd, weil er nur Parzival und die Helden las. Draußen war alles so durcheinander. Er fing an, sich um Dinge zu kümmern, die einem eigentlich aus seiner Klasse gar nichts angingen. Seine Familie empfing höfische Dichter sowie Sänger im Schloss. 

Er stellte mir schwierige Fragen, die ich nicht beantworten konnte. Ich sagte ihm: "Hör mir zu. Du hast Augen, um zu sehen, wie die Welt schön ist! Hör mal zu: Du hast Ohren, um den Gesang der Vögel zu hören. Alles steht noch vor Dir. Das Leben steht vor Dir. Leb dein Leben ohne Sorgen. Die Erde ist sicherlich schön. Die Luft hier ist so kühl und würzig. Was nützt es uns, zu wissen, wer Thor oder Odin war? Was nützt es mir, Dir über die Legende vom Hühnerwunde und das Leben von dem Heiligen Jakob zu erzählen? Was nützt es uns, reich zu sein, wenn wir innerlich unglücklich sind? Siehe das Grün  der Wälder und die Tannenbäume! Sei lässig und entspannt. Sei nicht traurig. Deine Augen sind so traurig! Versuche, glücklicher zu leben. Was nützt uns, in einem schönen Schloss zu leben, wenn wir immer traurig sind? Die Hoffnung darfst Du nie verlieren! Lies weiter deine Bücher, aber Du sollst die Welt und die Menschen besser kennen lernen. Lege deine Bücher nicht weg, aber sei offen für die Welt!"

Dennoch gingen ihm Gedanken über Macht, Geld und Armut durch den Kopf. Er verstand nicht, warum ich so arm war. Er verlor nach und nach den Bezug zu der harten Realität, je mehr er mir die Sagen und Märchen erzählte. Beim Spazieren gehen sah er die arme Leute, die herum hingen. Einige fanden keine Arbeit. Andere mussten auf der Strasse hart handwerken, andere verhungerten. Sie tranken viel Bier. Sie spielten viel mit den Kindern. Für ihn sollte es mehr Freude in der Welt geben... 

In der Umgebung war nichts als Armut außerhalb seines Schlosses zu sehen! Er dachte an die reichen Familienfeste, die seine Familie gab, während ich selten eine Scheibe Brot am Tag bekam. Ich sagte ihm weiter, dass es nicht schwer ist, ein glückliches Leben zu führen. Es ist schön, zu leben. Es ist ein wahres Glück, dass wir leben! Zum Glück, sagte ich ihm, hatte er eine schöne Familie. Zu deinem Glück kennst du nur die Armut aus Büchern. Ich behauptete, dass das Glück nichts mit Geld zu tun hatte. Für mich hatte das Glück eine andere Bedeutung. Ich nahm ihn bei der Hand und diskutierte weiter über das Glück. Mir genügte es, wenn ich bei guten Freunden war. Für mich selbst darf man nie das Glück verscherzen. Ich erklärte ihm, dass es für mich ein Glück war, dass er mir ab und zu Gesellschaft leistete, obwohl ich sehr arm war. Obwohl seine Eltern unsere Freundschaft nicht mit guten Augen sahen, war es dem reichen Burschen gleichgültig. Mir reichte es, wenn er mein Freund bleiben wollte. Mir fehlt nichts, obwohl ich ein armer Junge bin. Meine Eltern haben ein Haus aus Holz erbaut, aber trotzdem leben wir glücklich miteinander. Zu Haus waren alle froh. Wir glauben an Gott. Wir dachten jeden Tag an Gott und daraufhin kam er zu uns, um uns Glück zu bringen oder besser gesagt, um uns zu helfen.
Die Zeit verging und Jahre später hatte er mich eingeladen, ihn zu besuchen. Er wünschte sich, mich im Schloss als Gärtner einzustellen. Unsere Bindung zueinander ist enger geworden. Mit der Zeit ist unsere Freundschaft stärker geworden. Ich war sein enger Freund. Wenn es innerhalb des Schlosses zum Spielen zu heiß war, spielten wir auf den Strassen.
Dann hatte er sich doch wie jedermann verheiratet. Josef hat eine Familie gegründet. Ich verspürte, dass er ein glückliches und bewusstes Leben führte. Er spielte viel mit seinen Kindern. Unsere Kinder haben sich miteinander befreundet. Ich erinnere mich gut daran, dass er am Wochenende die Türe seines Schlosses öffnete, um die ärmsten Leute zu empfangen.

Für ihn hatte Reichtum, Macht, Geld, schöne Pferde keine besondere Bedeutung mehr. Ihm war die Liebe am wichtigsten, der Respekt vor den Mitmenschen, das Glück und die Demut hatten eine besondere Bedeutung. Er hat mit der Zeit gelernt, dass er mit reichen und armen Leute gleichsam zu genießen mag. Ihm war die Welt und die Menschen nicht mehr lästig. Er verspürte enorme Lust, den Ärmsten der Umgebung zu helfen. Rund um das Schloss gab es keine bewaffnete Bewacher. Die Tür seines Schlosses stand für die Kranken und Greise geöffnet. Beide könnten sich nicht vorstellen, wie die ärmsten und die reichsten Menschen in zwei verschiedenen Welten nebeneinander leben könnten. Die Träume vergehen nicht so schnell wie die Zeit. Das Wunder ist geschehen. Die Wunder, die Dinge vorkommen, wenn man daran glaubt. Die Stadt hat sich merkwürdig verändert. Im Schloss fanden jetzt alle guten Wein und gebratenes auf dem Tisch. Im Schwarzwald waren alle wieder froh. Alle fühlten sich von nun an im Herzen wohl. Ein Wunder kommt seltsamerweise vor. Es war eine andere Zeit und eine Gelegenheit, die vergangenen Jahre zu bewerten. Der Schlüssel zum zufriedenen Leben ist noch durch die Jahre nicht verlorengegangen. Glück, Liebe, Zärtlichkeit und Verständnis darf nirgends fehlen. So verbrachten wir gemeinsam unvergessliche Zeiten in Gesellschaft. Schließlich hat er wieder seinen Ehrgeiz, seinen Glauben und seine Liebe erobert

von Bechtinger
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Dienstag, 16. september 2008 2 16 /09 /2008 13:20


Wer und wie sind denn die brasilianer ?Da ist ein Brief von
Pêro Vaz de Caminha über die Entdeckung Brasiliens.Da ist
ein Brief,der wie eine Urkunde über die Entdeckung Brasiliens
uns dargestellt wird;Brasilien ist das einzige Land der Welt,
das sowieso eine Geburtsurkunde dank dem Brief von Pêro Vaz de Caminha
besitzt.In dieser Urkunde wird uns gezeigt,wie sich damals die
Eingeboren in Brasilien benahmen und dachten oder einfach unter
welchen Umständen Brasilien entdeckt wurde.Die Eingeboren waren
ja damals sehr naiv,aber natürlich sind sie nicht mehr so naiv.
Verschiedene Motive trugen auch dazu bei, dass viele Deutsche und Italiener ihre Heimat
verließen und nach Brasilien auswanderten. Da es sich um eine regelrechte
Einwanderungswelle handelte, kann man davon ausgehen, dass es Gründe gab,
die allen Auswanderern gemeinsam waren. Vorrangig ist dies der Wunsch,
den wirtschaftlichen und politischen Problemen zu entfliehen, und in der
neuen Heimat neue Möglichkeiten zu finden, sich bessere Lebensbedingungen zu schaffen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fanden wichtige wirtschaftliche Entwicklungen statt.
In den Städten schritt die Industrialisierung in verstärktem Maße voran und verlangte
spezialisierte Arbeitskräfte. Dies trieb viele Handwerker und Arbeiter aus kleinen
Betrieben in den Ruin. Aufgrund der persönlichen Lage mussten sich die freigewordenen
Arbeiter mit jeder verfügbaren Stelle zufrieden geben und standen deshalb für die
aufkommende Industrie als billige Arbeitskräfte zur Verfügung.

Auf der Suche nach Arbeit zogen sie ebenfalls in die Städte und erhöhten
die Zahl der Proletarier. Das anhaltende Bevölkerungswachstum verschärfte die Lage zudem.

Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass neben den politischen, wirtschaftlichen und
sozialen Faktoren für viele Auswanderer letztlich persönliche Motive ausschlaggebend waren
Die deutsche Einwanderung in Brasilien fand ihren Höhepunkt im 19. und 20. Jahrhundert.
Für viele Deutsche waren die sozialen Probleme in Europa sowie die Aussicht auf Reichtum
Gründe für die Migration nach Brasilien. In heutiger Zeit haben etwa 10% der Brasilianer
deutsche Vorfahren.Zwischen 1872 und 1940 ließen sich etwa 5 Millionen Europäer in Brasilien nieder.

Einwanderung nach Brasilien 1800 - 1950:

Portugiesen: 2 Millionen
Italiener: 1,5 Millionen
Spanier: 0,7 Millionen
Deutsche: 0,3 Millionen
Japaner: 0,2 Millionen








Am 9. März 1500 verlassen dreizehn Schiffe den Hafen von Lissabon,
um Kurs auf Indien zu nehmen. Doch am 22. April stößt der Verband
mitten im südlichen Atlantik unerwartet auf Land. Der Flottenkapitän
Pedro Álvares Cabral beschließt, die vermeintliche Insel zu erkunden
und sein Schreiber Pêro Vaz de Caminha beginnt ein einzigartiges
und packendes Journal anzufertigen, in dessen Mittelpunkt die
Schilderung der wundersamen Begegnung mit den dort lebenden Ureinwohnern
steht. Der von beiden Seiten her sanfte und respektvolle Umgang
miteinander erzeugt bald Gefühle der Freundschaft und Wertschätzung.
Portugiesen und Indios tanzen und feiern zusammen. Die behutsame
Führung Cabrals dämpft den Übermut seiner Männer und verhindert
Übergriffe. Pêro Vaz de Caminha träumt vom Paradies...”,
so der Klappentext der soeben erschienenen neuen Übersetzung
der legendären „Carta” des Pêro Vaz de Caminha.


In der folgenden Nacht wehte ein heftiger Südost,mit Platzregen,so dass die schiffe
abgetrieben wurden,haupsächlich das Führerschiff.Am Freitag(24.April),gegen acht Uhr
morgens,liess der Kapitän auf Anraten der Steuerleute die anker lichten und Segel
setzen.Wir fuhren,mit Booten und Kähnen im Schlepptau,nach Norden, an der Küste
entlang,um zu sehen,ob wir nicht einen geschützten und guten Ankerplatz fänden,um Wasser und Holz nehmen
zu können;nicht weil es uns schon fehlte,jedoch aus Vorsorge.Alfonso Lopes,unser Pilot,
der sich auf einem der kleinen Schiffe befand,untersuchte gleich danach auf Befehl des
Kapitäns das Innere des Hafens,da er ein umsichtiger und dazu recht geeigneter
Mann war.Zwei Eingeborene,Jünglinge und von gutem Körperbau,die sich auf einem Floss
befanden,nahm er gefangen.Einer von ihnen trug einen Bogen und sechs oder sieben Pfeile.
Am Strande liefen viele mit bogen und Pfeilen umher,von denen sie aber keinen Gebrauch
machten.Gleich darauf,aber schon bei Nacht,brachte Lopes die beiden auf das Führerschiff,wo sie mit
grosser Freude und Feierlichkeit empfangen wurden.Sie sind brau von Aussehen,fast rötlich,
haben angenehme Gesichtszüge und wohlgeformte Nasen.Sie gehen nackt,ohne irgendwelche Bekleidung.Sie
scheuen sich ebenso wenig,ihre Geschlechtsteile unbedeckt zu lassen wie das Gesicht.
Darin sind sie von grosser Unschuld.Beide trugen in der durchlochten Unterlippe einen Knochenpflock,eine Handbreit lang unf von der Dicke einer Baumwollspule,vorn spitz wie ein Bohrer.Sie Führen den Pflock
von innen durch die Lipppe;der zwischen Lippe und Zähne befindliche Teil ähnelt dem turm
der Schachfiguren.So tragen sie ihn dort eingeschlossen,ohne dass er sie verletzt oder beim
Sprechen,Essen oder Trinken hindert.Ihr Haar ist glatt.Sie tragen es kurz geschnitten,sehr
hoch geschoren.,bis über die Ohren und von gutem Wuchs.Einer trug unter dem Haarsturz,von
Schläfe zu Schläfe führend,eine Art Perücke aus gelben Vogelfedern,ungefähr eine Elle lang,
sehr dicht und buschig,die den Hinterkopf und die Ohren verdeckte.Feder an Feder war sie an
den Haaren mit einer weichen,wachsartigen Masse befestigt,so dass sie recht dicht,rund und
gleichmässig war und ohne Abwaschen emporgehoben werden konnte.
Der Kapitän sass,als sie kamen,reich gekleidet und mit einer grossen goldenen Kette um den
Hals,auf einem Stuhl,zu Füssen einen Teppisch als Estrade.Sancho da Tovar,Simão de Miranda,
Nicolau Coelho,Aires Correia und wir anderen von dem Schiffe hockten auf jenem Teppisch am
Boden.Fackeln wurden angezuendet.Die beiden traten ein.Sie machten weder ein Zeichen der
Huldigung,noch gaben sie die Absicht zu erkennen,mit dem Kapitaen oder sonst jemand zu
sprechen.Einer von ihnen richtete jedoch den Blick auf die Halskette des Kapitaens,wies mit
der Hand nach dem Festlande und dann nach der Kette,als wenn er uns sagen wollte,dass es dort Gold gaebe.Er schaute auch nach dem Leuchter,wie um auszudruecken,dort faende man auch Silber.
Ein dunkelgrauer Papageii des Kapitaens wurde ihnen gezeigt:sie nahmen ihn sofort in die Hand und
wiesen nach dem Festlande,als wenn dort auch welche anzutreffen seien.Man zeigte einen Schafbock,
sie beachteten ihn aber nicht.Vor einem Huhn,das man ihnen brachte,hatten sie beinahe Angst und
wollten es nicht berühren.Dann taten sie es,aber wie von Misstrauen erfuellt.Sie erhielten
Speisen:Brot,gebackenen Fisch,Kofekt,Süssigkeiten,Honig und getrocknete Feigen.Sie wollten
davon fast nichts nehmen,und wenn sie etwas kosteten,spien sie es gleich wieder aus.Es wurde ihnen
in einer Schale Wein gebracht.Sie nippten kaum davon,mochten und wollten ihn nicht.Von dem Wasser,
das ihnen in einem Henkelkruge gereicht wurde,nahm jeder einen Schluck,trank es aber nicht,spülte
nur den Mund und spie es gleich wieder aus.Einer von ihnen sah einige weisse Rosenkranzperlen und machte
Zeichen, sie ihm zu geben.Er belustigte sich sehr damit,wand sie um den Hals,wickelte sie dann um
den Armen,wies nach dem Lande,dann erneut auf die Perlen und die Kette des Kapitaens,als wenn sie
Gold fuer die Perlen geben wuerde.Wir wenigstens verstanden es so,da es unseren Wünschen entsprach.
Wenn er aber ausdrücken wollte,er moechte gern Perlen und Kette mitzunehmen,so wollten wir das nicht
verstehen,weil wir sie ihm nicht geben wuerden.Darauf reichte er die Perlen dem Besitzer zurück.
Beide streckten sich nun zum Schlafen mit mit dem Rücken auf den Teppich,ohne zu versuchen,die
nicht beschnitten waren.Die Schamhaare waren sorgfältig entfernt.Der Kapitän liess jedem ein Kissen unter den kopf stecken,und jener mit dem Kopfschmuck achtet sehr darauf,diesen nicht zu beschaedigen. Ein Mantel wurde ueber beide gebreitet,sie duldeten es,entspannten sich und entschliefen.Am Sonnabendmorgen (25.April)liess der Kapitaen Segel setzen und durch die recht breite und sechs bis sieben Faden tiefe Einfahrt ging es in die Bucht.Alle Schiffe liefen ein und ankerten bei fuenf bis sechs Faden Tiefe.Der Ankerplatz kann mehr als mehr zweihundert Fahrzeugen Schutz bieten,so gross,schoen und geschuetzt ist er.Und gleich nachdem die Schiffe ruhig vor Anker lagen,kamen die Kapitaene auf dieses,das Führerschiff.Der Kapitaen befahl Nicolau Coelho und Bartolomeu Dias,mit den zwei den zwei Eingeborenen,die ihre Bogen und Pfeile mitnehmen durften,an Land zu gehen.Beide erhielten noch je ein neues Hemd,eine rote Mütze,einen Rosenkranz mit weissen Knochenperlen,den sie um den Arm wanden,eine Schelle und  eine Klingel.Mit ihnen,so befahl der Kapitän,sollte ein Verbannter gehen,ein Jüngling,Alfonso Ribeiro genannt,Diener von D.João Telo,um bei ihnen zu wohnen,ihr Leben und ihre Sitten kennen zu lernen.Mir gebot er,Nicolau Coelho zu begleiten.Wir ruderten also pfeilgerade dem Strande zu.Hier liefen bald an die zweihundert Mann zusammen,alle nackt,mit Bocken und Pfeilen in den Händen.Unsere beiden Begleiter winken ihnen,zurueckzuweichen und die Bogen niederzulegen.Sie taten es,entfernten sich aber nicht weit.Kaum lagen die Waffen am Boden,als unsere beiden Wilden davonliefen und der verbannte Jüngling mit ihnen.Einmal im Rennen hielten sie an,warteten auch nicht aufeinander,sondern liefen vielmehr um die Wette.Sie durchquerten,bis an die Schenkel eingetaucht,einen wasserreichen Fluss,der hier vorbeifliesst und Suesswasser fuehrt.So rannten sie und mit ihnen viele andere sich befanden.Dort hielten sie an .Unter ihnen war der verbannte mit einem Mann gelaufen,der sich seiner,gleich nachdem er aus dem Boote stieg,freundlich angenommen und ihn bis dorthin gebracht hatte.Mit ihm kamem unsere beiden Gaeste,schon nackt und ohne Mützen.Nun liefen mehrere herbei,stiegen in das seichte Wasser und näherten sich so weit wie moeglich den Booten...die beiden jünglinge,die mit uns gekommem,verschwanden,und wir sahen sie dann nicht mehr.Von den Wilden trugen viele-wohl die meisten der anwesesenden-Knochenpflöcke in den Lippen.Von den Lippen,in deren Öffnungen Holzteller steckten,die wie Verschlüsse von Wasserschläuchen aussahen.Verschiedene trugen drei Pflöcke,einen in der Mitte und je einen in den Mundwinkeln.Andere wieder liefen buntgewuerfelt umher;ein Teil des körpers zeigte die natuerlich,der andere eine blauschwarze Farbe.Wieder andere waren schachbrettartig gemustert.Unter ihnen befanden sich drei oder vier Mädchen,sehr jung und sehr anmutig,mit tiefschwarzen,lang auf den RÜcken herabhängenden Haaren.Ihre Schamteile waren recht hoch,geschlossen,und von jedem Haarwuchs befreit,dergestalt,dass wir,obwohl wir sie eingehend betrachteten,keine Scham empfanden.Eine Verständigung oder ein Gespräch mit ihnen verhinderte jedoch ihre Ungebaerdigkeit, die niemand hoeren oder verstehen liess.Wir bedeuteten ihnen,sich zu entfernen.Das taten sie auch und zogen sich auf die andere Seite des Flusses zurueck.Drei oder vier unserer Leute verlissen nun die Boote und fuellten mehrere mitgefuehrte Fässer mit Wasser.Darauf kehrten wir zu den Schiffen zurueck.Als die Wilden ds bemerkten,winkten sie uns zurueckkehren.Wir wandten uns,den sie nicht unter sich dulden wollten.Er hatte eine kleine Schlüssel und zwei oder drei rote Mützen als Geschenke fuer den Häuptling mit sich geführt,falls es dort einen gaebe.Sie trachteten nicht,ihm etwas wegzunehmen,wiesen ihn vielmehr mit allen Geschenken zurueck.Aber Bartolomeu Dias schickte ihn nochmals zurueck, die Sachen abzuliefern.Er trat zu jenem,der sich seiner zuerst angenommen hatte,und gab ihm-uns sichtbar-die Geschenke.Dann kam er zu uns,und wir nahmen ihn mit.








von Bechtinger
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