
Wer und wie sind denn die brasilianer ?Da ist ein Brief von
Pêro Vaz de Caminha über die Entdeckung Brasiliens.Da ist
ein Brief,der wie eine Urkunde über die Entdeckung Brasiliens
uns dargestellt wird;Brasilien ist das einzige Land der Welt,
das sowieso eine Geburtsurkunde dank dem Brief von Pêro Vaz de Caminha
besitzt.In dieser Urkunde wird uns gezeigt,wie sich damals die
Eingeboren in Brasilien benahmen und dachten oder einfach unter
welchen Umständen Brasilien entdeckt wurde.Die Eingeboren waren
ja damals sehr naiv,aber natürlich sind sie nicht mehr so naiv.
Verschiedene Motive trugen auch dazu bei, dass viele Deutsche und Italiener ihre Heimat
verließen und nach Brasilien auswanderten. Da es sich um eine regelrechte
Einwanderungswelle handelte, kann man davon ausgehen, dass es Gründe gab,
die allen Auswanderern gemeinsam waren. Vorrangig ist dies der Wunsch,
den wirtschaftlichen und politischen Problemen zu entfliehen, und in der
neuen Heimat neue Möglichkeiten zu finden, sich bessere Lebensbedingungen zu schaffen.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fanden wichtige wirtschaftliche Entwicklungen statt.
In den Städten schritt die Industrialisierung in verstärktem Maße voran und verlangte
spezialisierte Arbeitskräfte. Dies trieb viele Handwerker und Arbeiter aus kleinen
Betrieben in den Ruin. Aufgrund der persönlichen Lage mussten sich die freigewordenen
Arbeiter mit jeder verfügbaren Stelle zufrieden geben und standen deshalb für die
aufkommende Industrie als billige Arbeitskräfte zur Verfügung.
Auf der Suche nach Arbeit zogen sie ebenfalls in die Städte und erhöhten
die Zahl der Proletarier. Das anhaltende Bevölkerungswachstum verschärfte die Lage zudem.
Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass neben den politischen, wirtschaftlichen und
sozialen Faktoren für viele Auswanderer letztlich persönliche Motive ausschlaggebend waren
Die deutsche Einwanderung in Brasilien fand ihren Höhepunkt im 19. und 20. Jahrhundert.
Für viele Deutsche waren die sozialen Probleme in Europa sowie die Aussicht auf Reichtum
Gründe für die Migration nach Brasilien. In heutiger Zeit haben etwa 10% der Brasilianer
deutsche Vorfahren.Zwischen 1872 und 1940 ließen sich etwa 5 Millionen Europäer in Brasilien nieder.
Einwanderung nach Brasilien 1800 - 1950:
Portugiesen: 2 Millionen
Italiener: 1,5 Millionen
Spanier: 0,7 Millionen
Deutsche: 0,3 Millionen
Japaner: 0,2 Millionen
Am 9. März 1500 verlassen dreizehn Schiffe den Hafen von Lissabon,
um Kurs auf Indien zu nehmen. Doch am 22. April stößt der Verband
mitten im südlichen Atlantik unerwartet auf Land. Der Flottenkapitän
Pedro Álvares Cabral beschließt, die vermeintliche Insel zu erkunden
und sein Schreiber Pêro Vaz de Caminha beginnt ein einzigartiges
und packendes Journal anzufertigen, in dessen Mittelpunkt die
Schilderung der wundersamen Begegnung mit den dort lebenden Ureinwohnern
steht. Der von beiden Seiten her sanfte und respektvolle Umgang
miteinander erzeugt bald Gefühle der Freundschaft und Wertschätzung.
Portugiesen und Indios tanzen und feiern zusammen. Die behutsame
Führung Cabrals dämpft den Übermut seiner Männer und verhindert
Übergriffe. Pêro Vaz de Caminha träumt vom Paradies...”,
so der Klappentext der soeben erschienenen neuen Übersetzung
der legendären „Carta” des Pêro Vaz de Caminha.
In der folgenden Nacht wehte ein heftiger Südost,mit Platzregen,so dass die schiffe
abgetrieben wurden,haupsächlich das Führerschiff.Am Freitag(24.April),gegen acht Uhr
morgens,liess der Kapitän auf Anraten der Steuerleute die anker lichten und Segel
setzen.Wir fuhren,mit Booten und Kähnen im Schlepptau,nach Norden, an der Küste
entlang,um zu sehen,ob wir nicht einen geschützten und guten Ankerplatz fänden,um Wasser und Holz nehmen
zu können;nicht weil es uns schon fehlte,jedoch aus Vorsorge.Alfonso Lopes,unser Pilot,
der sich auf einem der kleinen Schiffe befand,untersuchte gleich danach auf Befehl des
Kapitäns das Innere des Hafens,da er ein umsichtiger und dazu recht geeigneter
Mann war.Zwei Eingeborene,Jünglinge und von gutem Körperbau,die sich auf einem Floss
befanden,nahm er gefangen.Einer von ihnen trug einen Bogen und sechs oder sieben Pfeile.
Am Strande liefen viele mit bogen und Pfeilen umher,von denen sie aber keinen Gebrauch
machten.Gleich darauf,aber schon bei Nacht,brachte Lopes die beiden auf das Führerschiff,wo sie mit
grosser Freude und Feierlichkeit empfangen wurden.Sie sind brau von Aussehen,fast rötlich,
haben angenehme Gesichtszüge und wohlgeformte Nasen.Sie gehen nackt,ohne irgendwelche Bekleidung.Sie
scheuen sich ebenso wenig,ihre Geschlechtsteile unbedeckt zu lassen wie das Gesicht.
Darin sind sie von grosser Unschuld.Beide trugen in der durchlochten Unterlippe einen Knochenpflock,eine Handbreit lang unf von der Dicke einer Baumwollspule,vorn spitz wie ein Bohrer.Sie
Führen den Pflock
von innen durch die Lipppe;der zwischen Lippe und Zähne befindliche Teil ähnelt dem turm
der Schachfiguren.So tragen sie ihn dort eingeschlossen,ohne dass er sie verletzt oder beim
Sprechen,Essen oder Trinken hindert.Ihr Haar ist glatt.Sie tragen es kurz geschnitten,sehr
hoch geschoren.,bis über die Ohren und von gutem Wuchs.Einer trug unter dem Haarsturz,von
Schläfe zu Schläfe führend,eine Art Perücke aus gelben Vogelfedern,ungefähr eine Elle lang,
sehr dicht und buschig,die den Hinterkopf und die Ohren verdeckte.Feder an Feder war sie an
den Haaren mit einer weichen,wachsartigen Masse befestigt,so dass sie recht dicht,rund und
gleichmässig war und ohne Abwaschen emporgehoben werden konnte.
Der Kapitän sass,als sie kamen,reich gekleidet und mit einer grossen goldenen Kette um den
Hals,auf einem Stuhl,zu Füssen einen Teppisch als Estrade.Sancho da Tovar,Simão de Miranda,
Nicolau Coelho,Aires Correia und wir anderen von dem Schiffe hockten auf jenem Teppisch am
Boden.Fackeln wurden angezuendet.Die beiden traten ein.Sie machten weder ein Zeichen der
Huldigung,noch gaben sie die Absicht zu erkennen,mit dem Kapitaen oder sonst jemand zu
sprechen.Einer von ihnen richtete jedoch den Blick auf die Halskette des Kapitaens,wies mit
der Hand nach dem Festlande und dann nach der Kette,als wenn er uns sagen wollte,dass es dort Gold gaebe.Er schaute auch nach dem Leuchter,wie um auszudruecken,dort faende man auch Silber.
Ein dunkelgrauer Papageii des Kapitaens wurde ihnen gezeigt:sie nahmen ihn sofort in die Hand und
wiesen nach dem Festlande,als wenn dort auch welche anzutreffen seien.Man zeigte einen Schafbock,
sie beachteten ihn aber nicht.Vor einem Huhn,das man ihnen brachte,hatten sie beinahe Angst und
wollten es nicht berühren.Dann taten sie es,aber wie von Misstrauen erfuellt.Sie erhielten
Speisen:Brot,gebackenen Fisch,Kofekt,Süssigkeiten,Honig und getrocknete Feigen.Sie wollten
davon fast nichts nehmen,und wenn sie etwas kosteten,spien sie es gleich wieder aus.Es wurde ihnen
in einer Schale Wein gebracht.Sie nippten kaum davon,mochten und wollten ihn nicht.Von dem Wasser,
das ihnen in einem Henkelkruge gereicht wurde,nahm jeder einen Schluck,trank es aber nicht,spülte
nur den Mund und spie es gleich wieder aus.Einer von ihnen sah einige weisse Rosenkranzperlen und machte
Zeichen, sie ihm zu geben.Er belustigte sich sehr damit,wand sie um den Hals,wickelte sie dann um
den Armen,wies nach dem Lande,dann erneut auf die Perlen und die Kette des Kapitaens,als wenn sie
Gold fuer die Perlen geben wuerde.Wir wenigstens verstanden es so,da es unseren Wünschen entsprach.
Wenn er aber ausdrücken wollte,er moechte gern Perlen und Kette mitzunehmen,so wollten wir das nicht
verstehen,weil wir sie ihm nicht geben wuerden.Darauf reichte er die Perlen dem Besitzer zurück.
Beide streckten sich nun zum Schlafen mit mit dem Rücken auf den Teppich,ohne zu versuchen,die
nicht beschnitten waren.Die Schamhaare waren sorgfältig entfernt.Der Kapitän liess jedem ein Kissen unter den kopf stecken,und jener mit dem Kopfschmuck achtet sehr darauf,diesen nicht zu
beschaedigen. Ein Mantel wurde ueber beide gebreitet,sie duldeten es,entspannten sich und entschliefen.Am Sonnabendmorgen (25.April)liess der Kapitaen Segel setzen und durch die recht breite
und sechs bis sieben Faden tiefe Einfahrt ging es in die Bucht.Alle Schiffe liefen ein und ankerten bei fuenf bis sechs Faden Tiefe.Der Ankerplatz kann mehr als mehr zweihundert Fahrzeugen
Schutz bieten,so gross,schoen und geschuetzt ist er.Und gleich nachdem die Schiffe ruhig vor Anker lagen,kamen die Kapitaene auf dieses,das Führerschiff.Der Kapitaen befahl Nicolau Coelho
und Bartolomeu Dias,mit den zwei den zwei Eingeborenen,die ihre Bogen und Pfeile mitnehmen durften,an Land zu gehen.Beide erhielten noch je ein neues Hemd,eine rote Mütze,einen Rosenkranz mit
weissen Knochenperlen,den sie um den Arm wanden,eine Schelle und eine Klingel.Mit ihnen,so befahl der Kapitän,sollte ein Verbannter gehen,ein Jüngling,Alfonso
Ribeiro genannt,Diener von D.João Telo,um bei ihnen zu wohnen,ihr Leben und ihre Sitten kennen zu lernen.Mir gebot er,Nicolau Coelho zu begleiten.Wir ruderten also pfeilgerade dem
Strande zu.Hier liefen bald an die zweihundert Mann zusammen,alle nackt,mit Bocken und Pfeilen in den Händen.Unsere beiden Begleiter winken ihnen,zurueckzuweichen und die Bogen niederzulegen.Sie
taten es,entfernten sich aber nicht weit.Kaum lagen die Waffen am Boden,als unsere beiden Wilden davonliefen und der verbannte Jüngling mit ihnen.Einmal im Rennen hielten sie an,warteten auch
nicht aufeinander,sondern liefen vielmehr um die Wette.Sie durchquerten,bis an die Schenkel eingetaucht,einen wasserreichen Fluss,der hier vorbeifliesst und Suesswasser fuehrt.So rannten sie und
mit ihnen viele andere sich befanden.Dort hielten sie an .Unter ihnen war der verbannte mit einem Mann gelaufen,der sich seiner,gleich nachdem er aus dem Boote stieg,freundlich angenommen
und ihn bis dorthin gebracht hatte.Mit ihm kamem unsere beiden Gaeste,schon nackt und ohne Mützen.Nun liefen mehrere herbei,stiegen in das seichte Wasser und näherten sich so weit wie
moeglich den Booten...die beiden jünglinge,die mit uns gekommem,verschwanden,und wir sahen sie dann nicht mehr.Von den Wilden trugen viele-wohl die meisten der anwesesenden-Knochenpflöcke in den
Lippen.Von den Lippen,in deren Öffnungen Holzteller steckten,die wie Verschlüsse von Wasserschläuchen aussahen.Verschiedene trugen drei Pflöcke,einen in der Mitte und je einen in den
Mundwinkeln.Andere wieder liefen buntgewuerfelt umher;ein Teil des körpers zeigte die natuerlich,der andere eine blauschwarze Farbe.Wieder andere waren schachbrettartig gemustert.Unter ihnen
befanden sich drei oder vier Mädchen,sehr jung und sehr anmutig,mit tiefschwarzen,lang auf den RÜcken herabhängenden Haaren.Ihre Schamteile waren recht hoch,geschlossen,und von jedem Haarwuchs
befreit,dergestalt,dass wir,obwohl wir sie eingehend betrachteten,keine Scham empfanden.Eine Verständigung oder ein Gespräch mit ihnen verhinderte jedoch ihre Ungebaerdigkeit, die niemand hoeren
oder verstehen liess.Wir bedeuteten ihnen,sich zu entfernen.Das taten sie auch und zogen sich auf die andere Seite des Flusses zurueck.Drei oder vier unserer Leute verlissen nun die Boote
und fuellten mehrere mitgefuehrte Fässer mit Wasser.Darauf kehrten wir zu den Schiffen zurueck.Als die Wilden ds bemerkten,winkten sie uns zurueckkehren.Wir wandten uns,den sie nicht unter
sich dulden wollten.Er hatte eine kleine Schlüssel und zwei oder drei rote Mützen als Geschenke fuer den Häuptling mit sich geführt,falls es dort einen gaebe.Sie trachteten nicht,ihm etwas
wegzunehmen,wiesen ihn vielmehr mit allen Geschenken zurueck.Aber Bartolomeu Dias schickte ihn nochmals zurueck, die Sachen abzuliefern.Er trat zu jenem,der sich seiner zuerst
angenommen hatte,und gab ihm-uns sichtbar-die Geschenke.Dann kam er zu uns,und wir nahmen ihn mit.
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